Text- 112. - Friensteiner-1908_neu

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112. Stiftungsfest des KC „Friensteiner 1908“
in  der Jonsdorfer Hütte der DAV-Sekt. Zittau vom 25. bis 27. September 2020

Nachdem alle Unklarheiten der Vorbereitung zu dem Fest beseitigt waren, konnte an die Feinplanung gegangen werden. Wichtig war vor allen Dingen die Gewissheit zu erlangen, dass das Fest wirklich auch zum geplanten Termin am gewünschten Ort tatsächlich stattfinden kann. Das hat Gunter mit seinen guten Beziehungen zu den „Zittauern“ klären können. Sie hatten extra ein  auf uns zugeschnittenes, aktuelles Hygienekonzept erstellt. Dazu nochmal einen Dank dem Hüttenreferent Burkhard Fiebiger.
In einer vorbereitenden Beratung Ende August wurde festgelegt, was an Getränken und Esserei besorgt werden muss. Danach bekamen die einzelnen Mitglieder ihre Versorgungsaufgaben zugeteilt. Zwischendurch noch zwei Abstimmungen mit der DAV-Sektion Zittau. Es sah alles positiv aus und unserem Stiftungsfest stand bei Einhaltung des vorgegebenen Hygienekonzeptes nichts mehr im Weg.
Gudrun und ich waren wieder das Vorkommando vom Tross. Nachdem wir gegen 14.30 Uhr den Hüttenschlüssel in der Hand hatten, wurde erst mal das Auto, soweit, wie erforderlich, ausgeräumt und in die Hütte eingeräumt.  
Die Ankunft der Freunde mit ihren Frauen und der dazugehörigen Jugend sollte möglichst bis 19.00 Uhr erfolgen. Das war, wie jedes Jahr, nicht allen möglich. Am geplanten Abendessen, das gegen 19.30 Uhr angesetzt war, wurde aber festgehalten. Es stand Kartoffelsuppe mit Bockwurst oder Wiener Würstchen auf dem Plan.
Dem Küchenpersonal war damit ein guter Wurf gelungen – es schmeckte alles richtig gut und es gab reichlich.
Danach folgten offizielle Begrüßung und Eröffnung unseres 112. Stiftungsfestes durch den Noch-Vorstand. Er sprach allen, die zur Vorbereitung des Festes in der schwierigen Zeit beigetragen haben, seinen herzlichen Dank aus und band dabei auch die Zittauer Freunde mit ein.
Anschließend hatte er noch die Aufgabe, zwei Bergfreunde in den Klub aufzunehmen, was ihm große Freude bereitete. Seine Worte dazu: „es liegt mir am Herzen, diese Aufgabe noch vor der Abgabe meines Amtes als langjähriger Vorstand unseres Klubs zu übernehmen“. Einstimmig wurden Lutz Illing (eine gute Verstärkung unserer aktiven Gruppe der Jüngeren), der wunderbar zu uns passt und Gudrun Seifert (viele Jahre als aktiv wirkende „Wirtschaftsministerin“ und Verpflegungsexpertin tätig) in unsere
Reihen aufgenommen. Beide wurden symbolisch mit Handschlag, einem Schnaps und mit viel Beifall als neue Mitglieder im ältesten Sebnitzer Kletterklub begrüßt. Gudrun ist damit das erste weibliche Mitglied – dazu Glückwunsch. Vielleich ist das eine Ermunterung für weitere Klubfrauen, in den Klub einzutreten. Beide neuen Mitglieder bedankten sich in Form einer Flasche „Elbsandsteiner“ (schmeckt sehr gut!) und drei Flaschen „Schanzenhof-Eierlikör“. Das wurde von allen mit Wohlwollen und Beifall zur Kenntnis genommen.
Danach ging es in gelockerter Form in den weiteren Verlauf des Abends.  Gegen 21.15 Uhr trafen auch Dietrich und Sylvia ein, die vorher noch zu einer Geburtstagsfeier eingeladen waren. Es wurden nonstop Kletterfilme gezeigt  und dazu noch ein sehr lustiger Streifen mit weltbekannten Schauspielern. Um alles so richtig im Gedächtnis zu behalten, wurde alles mehrfach abgespielt. Es hätten durchaus noch ein paar Durchläufe mehr sein können.
Ein Wort zum Wetter am ersten Tag: es wäre angebracht gewesen, wenn es wenigstens mal eine viertel Stunde nur leicht geregnet hätte. Es sollte wohl nicht sein. Gegen 23.45 Uhr gingen die ersten Klubfreunde in die Schlafsäcke – ein genaues Ende des ersten Tages war nicht mehr feststellbar.
Der Sonnabend begann, wie der Freitag endete mit Starkregen. Pünktlich um 7.30 Uhr war Jens beim Jonsdorfer Bäcker vorstellig, um die 90 bestellten Semmeln in Empfang zu nehmen. Schnell war er wieder da. In der Küche herrschte inzwischen wieder Hochbetrieb, wie am Vorabend. Viele Hände sorgten für ein schnelles Ende aber auch für viel Durcheinander. Das konnte aber alles in Ruhe geklärt werden. Nun saßen alle (fast alle) rund um den reich gedeckten Frühstückstisch, auf dem es an nichts fehlte. Bald erschienen auch die letzten Schläfer.
Nachdem das üppige Frühstück beendet und alles Geschirr aufgewaschen und an Ort und Stelle war sollte es in die Natur gehen. Der Regen hatte aber von seiner Heftigkeit noch nichts verloren. Eine Gruppe, die Eisenharten, starteten zu den Nonnenfelsen um diese zu besteigen und zu umrunden. Die anderen fuhren ins Jonsdorfer Schmetterlingshaus. Dort warteten Wärme und viele bunte „Flattermänner“ auf die Besucher. Dieses Haus ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Die „Nonnenstürmer“ kehrten bald klitschnass, ausgekühlt und schlappernd wieder zurück. Die Schmetterlingsfreunde sahen nicht ganz so mitgenommen aus, als sie zurück kamen.
Inzwischen war es schon etwa 14.00 Uhr und unsere Klubfreunde, die uns am Nachmittag besuchen wollten, hatten sich schon aus der Dammschenke zum
Kaffeetrinken angemeldet. Etwa 14.45 Uhr kamen sie in der Hütte an. Es erschienen Klaus mit Evelin, Henni, Bernd mit Ingrid, Thomas und Jürgen mit Kathrin.  Der Kaffee war schon fertig und der Kuchen aufgeschnitten, so dass es losgehen konnte. Es wurde ein ganz gemütlicher „Gänseblümel-Nachmittag“ mit Spaß und Unterhaltung und mit jeder Menge Kuchen aus den Hausbacköfen der Klubfrauen von bester Qualität. Es wurde gefachsimpelt und alte Kamellen wieder aufgewärmt. Es war auf keinen Fall langweilig. Da der Regen etwas nachgelassen hatte, machte sich die „Klubjugend“ noch mal auf die Beine, denn ein Gipfel sollte unbedingt bestiegen werden.
Gegen 17.30 Uhr machten sich unsere „Tagesgäste“ wieder auf den Heimweg. Sie hatten ja noch rund 60 km zu fahren.
Bei Einbruch der Dämmerung kehrten auch die „Gipfelstürmer“ wieder zurück. Sie hatten alle die „Drei Tische“ (AW m. Var. III) bestiegen. Sofort ging es an das Anheizen des Grills für das Abendessen (Bratwürste und Steaks). Bald saßen alle in großer Runde am Esstisch zusammen und ließen sich das gute Essen schmecken.
Unmittelbar danach ergriff Gunter nochmal das Wort, um die neue Klubführung vorzustellen. Nachdem Gunter im Vorjahr schon angekündigt hatte, dass er zum 112. Stiftungsfest den Vorstand nach 55 Jahren abgibt und darauf auch Hannes ankündigte, dass er dann ebenfalls die Posten des Kassenwartes und des Internetbetreuers abgeben würde, musste ja ein neuer Vorstand her. Im Vorfeld konnte darüber bereits Einigkeit mit folgendem Ergebnis erzielt werden: neuer Vorstand – Dietrich Seifert; neuer Kassenwart-
Jens Kumpe; neuer Internetbetreuer - Carsten Vater; Schriftführer – Toni Schulze; Touren - u. Fahrtenplaner – Sven Schiffl in Abstimmung mit dem aktiven Kern des Klubs. In dieser Reihenfolge wurde die neue Klubleitung vorgeschlagen und auch ohne jeglichen Einspruch bestätigt. Andere Aktivitäten, wie Lichtelabend, Siftungsfest usw. werden von der Klubjugend geplant und nach Abstimmung organisiert. Indessen waren auch Toni, mit Yvonne und Eva noch angekommen, denen es früher nicht möglich war.
Danach nahm der Abend seinen Lauf. Mit dem Genuss von Bier Wein und diversen Spirituosen und natürlich nicht endenden Erzählungen wurde der Abend immer interessanter und kurzweiliger. Es wurde wieder ein typischer und auch origineller Stiftungsfestabend, der für Gespräche in alle Richtungen offen war. Dabei kam auch zur Sprache, dass die Führung unbedingt ein Gespräch mit Hannes Lehnung, bezüglich seiner Klubmitgliedsschaft, führen sollte. Ausgehend davon, dass er sich schon über längere Zeit nicht mehr am Klubleben beteiligt. Der Abend, der als gut gelungen bezeichnet werden kann, ging dann aber doch relativ zeitig zu Ende. Die beiden „Fußball-Familien“ mussten schon früh am Morgen die Hütte verlassen, weil sie „Spiel“ hatten. Da wir alle schon bis 10.00 Uhr die Hütte räumen mussten, halfen alle nach einem fürstlichen Frühstück auch tatkräftig bei allen Arbeiten mit, die noch vor der Abreise getätigt werden mussten. Pünktlich 10.00 Uhr waren wir alle aus der Hütte raus, die wir auch guten Gewissens sauber und aufgeräumt verlassen haben.
Eine Gruppe unternahm noch eine Wanderung auf die Lausche mit dem neuen Aussichtsturm und der Rest trat die Heimreise an.
Eine genaue Festlegung für unser 113. Stiftungsfest 2021 gab es noch nicht. Daran wird noch gearbeitet. Dafür stehen Ort und Termin für unseren diesjährigen Lichtelabend inzwischen schon fest:
Sonnabend, 28. November in der Ottendorfer Hütte, Beginn 18.00 Uhr.
Bis dahin alles Gute und viele Grüße und Berg Heil

Gunter (Bergrat)     Hertigswalde,am 05. Oktober 2020


 
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